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Ein Jahr europäischer Freiwilligen Dienst in Rumänien.

Hallo, ich bin Paula und 18 Jahre alt. Noch vor einem Jahr ging ich wie schon seit Jahren jeden Tag zur Schule und nur selten durchbrach etwas den Alltag. Heute sieht das alles anders aus. Ich habe mein Abi fertig und bin nun schon seit zwei Monaten ganz allein in einem bisher fremden Land. Für 11 Monate bin ich in einem Kindergarten in Rumänien, und das wird vermutlich eines der spannendsten und lehrreichsten Jahre meines Lebens werden.

Vor lauter Aufregung und Neuheiten hatte ich bisher aber noch gar nicht Zeit für Heimweh. Am Flughafen traf ich schon die drei anderen Freiwilligen, die das Jahr mit mir in dem Kindergarten verbringen würden und mit denen ich in einer WG wohnen würde.

Am ersten September begann meine Aufregende Reise. Ich stieg in das Flugzeug nach Cluj, Rumänien und konnte selbst noch nicht so recht glauben, dass ich nun 11 Monate in einer ganz anderen Umgebung verbringen würde. Meine größte Angst in dem Moment war nicht vor all dem neuen, ungewohnten was mich erwarten würde, sondern das Verlassen des gewohnten, geliebten Zuhauses mit all meinen Freunden und meiner Familie. Auch nach einem Monat ist mir bei dem Gedanken unwohl, dass sie alle ihr Leben weitestgehend ohne mich führen.

Die Arbeit mit den Kindern macht viel Spaß ist auch wegen der Sprachbarriere oft sehr schwierig. Das Lernen der neuen Sprache fällt mir recht schwer und habe bisher nur langsam Fortschritte gemacht.

Das wichtigste was ich in der kurzen Zeit bisher gelernt habe ist, dass man “mutig“ sein sollte und nicht immer zu viel nachdenkt. Jetzt ist die Zeit um neben der anderen Kultur auch mich selbst besser kennen zu lernen.  Somit zögere ich jetzt nicht mehr in jede Regen Pfütze zu springen, die grasigen Hügel runterzurollen oder fremden Leuten Komplimente zu machen. Ich möchte jeden Augenblick genießen und habe realisiert dass ich allein durch Freundlichkeit so viel erreichen kann (sogar erste feste Bekanntschaften habe ich geknüpft) und dass die meisten Menschen dir genauso freundlich gegenüber treten und man im großen Ganzen nicht zu zurückhaltend sein sollte.